Girls With Guitars III

Wer sich mit dem Thema Gitarrenrock von Frauen beschäftigt, muss bei der Recherche ein gehöriges Maß an Klischees ertragen (“Rock-Gitarristen: Wie Affen den Penis” ↑, ” Pop-Feminismus: Sex, Schweiß und Selbstironie” ↑). Der Musikfan, der eigentlich nur an guter Musik interessiert ist, watet durch eine Flut an Stereotypen und Vorurteilen, deren eigentliches Anliegen es zu sein scheint, ihm eben diese gute Musik vorzuenthalten.

Denn jenseits der “Riot Grrrls” ↑ gibt es selbst im männlich dominierten “Rockbusiness” etliche Frauen-Bands, die mit ihrer Musik vor allem Spass haben und ihr ganz eigenes individuelles “Ding” durchziehen wollen. Rockmusik als Lebensstil und Lebensinhalt, dafür hat es bereits in den beiden Artikeln “girls with guitars” I und II gute Beispiele gegeben. Und es gibt mehr, viel mehr.

Und so steht bei den Beispielen in diesem dritten Artikel auch der Spass im Vordergrund, den gute Musik vermitteln kann, den Hörern wie den Musiker/innen selbst. Besonders deutlich wird dies u.a. im Bereich der Revival- und Tribute-Bands, deren Szene seit Jahren durch einige Frauenbands gehörig durcheinandergewirbelt wird, so sehr gleichen sie in Emphase und Sound ihren Vorbildern und Idolen.

Wer jetzt immer noch skeptisch ist, macht nun einfach die Augen zu und schiebt gleichzeitig den Lautstärkeregler in die Rockmusik-Region hinauf. Eine der besten Led-Zeppelin-Revival-Bands ist derzeit Zepparella, die wir hier gleich mit zwei Stücken hören – “When The Levee Breaks” und “Dazed and Confused”. Noch schriller und lauter wird es dann bei Thunderstruck (“Live Wire”) und Hell’s Belles (“Thunderstruck”), zwei weiblichen AC/DC-Tribute-Bands, die garantiert jede Party gehörig aufmischen können. Wer traut sich? 🙂

Wilfried


Vor und Zurück in der Serie‹ Girls With Guitars II Girls With Guitars IV ›

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