Die Ausstellung

Break on through to the other side

Auf Grund des anhaltenden Interesses und des enormen Zuspruches wird im Schlossmusem Jever die Ausstellung „Break on through to the other side. Tanzschuppen, Musikclubs und Diskotheken im Weser-Ems-Gebiet in den 1960er, 70er und 80er Jahren“ mit Unterstützung durch die Oldenburgische Landschaft noch bis auf weiteres zu sehen sein. Mit über 500.000 Besuchern seit September 2007 (Stand August 2017 zum 10-jährigen Jubiläum der Ausstellung), zahllosen Rückmeldungen und einer zweiten Auflage des Ausstellungskatalogs war und ist das Projekt zur Geschichte der regionalen Jugend-, Musik- und Freizeitkultur ein großer Erfolg für alle Beteiligten.

Die Ausstellung beschäftigt sich mit den Stätten, die vor allem der Rock’n’Roll-, Beat- und Rockmusik verbunden waren und gerne mit Begriffen wie Progressiv, Underground oder Subkultur umschrieben werden. Viele dieser Lokalitäten des Weser-Ems-Gebietes, die zunehmend in Vergessenheit geraten sind oder bereits nicht mehr existieren, werden porträtiert. Zum Beispiel das Old Inn (Aurich), das Alte Fehnhaus (Ostgroßefehn), der Newtimer (Zetel) oder das Tiffany, der Etzhorner Krug, das Ede Wolf, das Renaissance (alle Oldenburg) sowie die Scala und das Charts (Oldenburger Münsterland). Dabei wird den verschiedenen Facetten des Phänomens „Disko“ nachgespürt, denn unabhängig von ihrer Ausrichtung war die „Disko“ nicht einfach nur ein Ort, der von Jugendlichen zum Tanzen aufgesucht wurde, sondern ganz im Gegenteil ein komplexes Gesamtgefüge aus Musik, Mode und Lebensgefühl. Vor allem in den 1970er und 80er Jahren waren Musikclubs und Diskotheken Orte, an denen Jugend stattfand.

Musik spielt auch in der Ausstellung eine zentrale Rolle. So kann sich der Besucher über 20 Live- und Studioaufnahmen diverser Beatbands aus der Weser-Ems-Region aus den 1960er Jahren anhören. Sämtliche Aufnahmen sind bisher unveröffentlicht und als echte Entdeckung selbst in der einschlägigen Beat-Szene weitgehend unbekannt.

Ein Info-Terminal mit einer Musik-Auswahl, die von Diskjockeys nach ihrem damaligen Programm zusammengestellt wurde, macht Begegnungen mit dem musikalischen Horizont der Zeit möglich. So wird Musik zu hören sein nach Otto Sell’s „Playlist“ aus dem Ede Wolf, aus den Top 100 der Scala nach Wolfgang Schönenberg und eine Auswahl von Rainer Urbschat aus dem Mehrsparten-Programm des Renaissance.

Zeitweilig wurde die Ausstellung zur Diskotheken-Kultur um die Ausstellung „Sounds des Underground in Weser – Ems“ mit LPs der Zeit zwischen 1966 und 1976 ergänzt. Mit der Präsentation von 180 LPs und einem Begleitband wollte das Schlossmuseum Jever den vielen Nachfragen nach der Musik des genannten Zeitraums entsprechen und vor allem etwas von dem dokumentieren, was das (rock-)musikalische Geschehen in den „alternativen“ Diskotheken der hiesigen Region der ausgehenden 1960er und der 1970er Jahre bestimmte. Die „Sounds“-Ausstellung endete am 21. März 2010.

6 Gedanken zu “Die Ausstellung

  1. Und wieder ist es soweit.
    Am 1.Oktober 2016 findet in der Gaststätte Plümer in Rhauderfehn wieder eine „Kajüten-Revival“ statt !
    Ich freue mich schon auf zahlreiches Erscheinen :o)

    Freundliche Grüße
    Weert (Stan) Loerts

  2. Hallo,
    ich glaube ich gabe in der Kajüte in Westrhauderfehn schon getanzt. Ist lange her Kann das 1973 gewesen sein, oder war der Laden da schon zu?
    Gab es in Leer nicht mal das CS?

    Freu mich über Antworten

  3. Hallo Leute, es findet wieder eine Kajüten-Revival-Fete in Rhauderfehn im Musikcafe Marienheil statt. Am 09. November ist es soweit, ab 20 Uhr ist Einlaß und dann wird abgerockt und über die alten Zeiten gequatscht. DJ Stan (Weert Loerts), einer der Original DJ’s aus der Kajüte spielt gerne wieder die Mucke von Alex Harvey bis Led Zeppelin! Eintritt 7,50 €! Ein Teil der Einnahmen wird wieder gespendet!

  4. Hallo liebe Leute,
    aufgrund technischer Probleme bin ich derzeit über og. Mail
    nicht erreichbar. Tel. 04925-2930
    Ich finde das alles sehr interessant und
    möchte einige zusätzliche Anregungen geben.

    Es fehlt Aurich-Wallinghausen-Dieling.
    In Rechtsupweg gab es noch das Allotria.
    Zwischen Norden und Norddeich war noch die „Mühle“ angesagt.
    Auch in Emden gab es seinerzeit ein „Whisky ….“.
    Desweiteren waren (nicht nur) in Emden angesagt: „Sasketchewan“, „Madison“ und „King George“.
    Außerdem kann ich mich an gemeinsame Fahrten mit Freunden ins benachbarte Winschoten(NL)erinnern, auch Disco.
    Das betrifft jetzt alle Musikrichtungen – nicht nur „Progressive/Rock“.
    Aber letztendlich bleibt:
    „Too old to rock’n roll – too young to die.“

    Beste Grüße aus Hinte
    Gunter Teuber

  5. Hallo Stan,

    die Ausstellung ist toll und sie bringt einem ein wenig das „alte Gefühl“ wieder.

    Zum Glück konnten wir dich für eine Kajüten-Revival-Fete gewinnen. Am 12. November ist es soweit. Dann wird gerockt. Veranstaltungsort: Musik-Cafe Marienheil, Rhauderfehn. Die Veranstaltung ist ausverkauft, also ist und war das Interesse riesengroß!! Aber das weißt du ja längst!!

    Grüße

    Heiner

  6. Hai :o))

    Ich find die Ausstellung toll!!
    Vorallem find ich es wichtig und für die jüngere Generation interessant das sie wissen wie die Eltern ihre Freizeit verbracht haben.
    Nun komm ich aus der „progressiven“ Ecke und hör immer noch die progressive Musik. Gottseidank haben sich einige Bands aus der alten Zeit gehalten.
    Ich selber hab damals in den 70igern in der Kajüte Rhauderfehn und im Alten Fehnhaus in Ostgroßefehn aufgelegt. Eine Kjütenrevival Party hab ich auch schon gemacht. Seit Jahren werd ich auf eine Wiederholung angesprochen. Demnach ist das Interesse an dieser Musik noch sehr groß.
    Mal schaun, vielleicht mach ich dies Jahr was…..

    Mit freundlichen Grüßen
    Weert (Stan) Loerts

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