Auf Grund des anhaltenden Interesses und des enormen Zuspruches wird im Schlossmusem Jever die Ausstellung “Break on through to the other side – Tanzschuppen, Musikclubs und Diskotheken in Weser-Ems” mit Unterstützung durch die Oldenburgische Landschaft noch bis auf weiteres zu sehen sein. Mit weit über 100.000 Besuchern seit September 2007, zahllosen Rückmeldungen und einer zweiten Auflage des Katalogs war und ist das Projekt zur Geschichte der regionalen Jugend-, Musik- und Freizeitkultur ein großer Erfolg für alle Beteiligten.
Die Ausstellung beschäftigt sich mit den Stätten, die vor allem der Rock’n'Roll-, Beat- und Rockmusik verbunden waren und gerne mit Begriffen wie Progressiv, Underground oder Subkultur umschrieben werden. Viele dieser Lokalitäten des Weser-Ems-Gebietes, die zunehmend in Vergessenheit geraten sind oder bereits nicht mehr existieren, werden porträtiert. Zum Beispiel das Old Inn (Aurich), das Alte Fehnhaus (Ostgroßefehn), der Newtimer (Zetel) oder das Tiffany, der Etzhorner Krug, das Ede Wolf, das Renaissance (alle Oldenburg) sowie die Scala und das Charts (Oldenburger Münsterland). Dabei wird den verschiedenen Facetten des Phänomens “Disko” nachgespürt, denn unabhängig von ihrer Ausrichtung war die “Disko” nicht einfach nur ein Ort, der von Jugendlichen zum Tanzen aufgesucht wurde, sondern ganz im Gegenteil ein komplexes Gesamtgefüge aus Musik, Mode und Lebensgefühl. Vor allem in den 1970er und 80er Jahren waren Musikclubs und Diskotheken Orte, an denen Jugend stattfand.
Musik spielt auch in der Ausstellung eine zentrale Rolle. So kann sich der Besucher über 20 Live- und Studioaufnahmen diverser Beatbands aus der Weser-Ems-Region aus den 1960er Jahren anhören. Sämtliche Aufnahmen sind bisher unveröffentlicht und als echte Entdeckung selbst in der einschlägigen Beat-Szene weitgehend unbekannt.
Ein Info-Terminal mit einer Musik-Auswahl, die von Diskjockeys nach ihrem damaligen Programm zusammengestellt wurde, macht Begegnungen mit dem musikalischen Horizont der Zeit möglich. So wird Musik zu hören sein nach Otto Sell’s “Playlist” aus dem Ede Wolf, aus den Top 100 der Scala nach Wolfgang Schönenberg und eine Auswahl von Rainer Urbschat aus dem Mehrsparten-Programm des Renaissance.
Zeitweilig wurde die Ausstellung zur Diskotheken-Kultur um die Ausstellung “Sounds des Underground in Weser – Ems” mit LPs der Zeit zwischen 1966 und 1976 ergänzt. Mit der Präsentation von 180 LPs und einem Begleitband wollte das Schlossmuseum Jever den vielen Nachfragen nach der Musik des genannten Zeitraums entsprechen und vor allem etwas von dem dokumentieren, was das (rock-)musikalische Geschehen in den “alternativen” Diskotheken der hiesigen Region der ausgehenden 1960er und der 1970er Jahre bestimmte. Die “Sounds”-Ausstellung endete am 21. März 2010.


Hallo Stan,
die Ausstellung ist toll und sie bringt einem ein wenig das “alte Gefühl” wieder.
Zum Glück konnten wir dich für eine Kajüten-Revival-Fete gewinnen. Am 12. November ist es soweit. Dann wird gerockt. Veranstaltungsort: Musik-Cafe Marienheil, Rhauderfehn. Die Veranstaltung ist ausverkauft, also ist und war das Interesse riesengroß!! Aber das weißt du ja längst!!
Grüße
Heiner
Hai
))
Ich find die Ausstellung toll!!
Vorallem find ich es wichtig und für die jüngere Generation interessant das sie wissen wie die Eltern ihre Freizeit verbracht haben.
Nun komm ich aus der “progressiven” Ecke und hör immer noch die progressive Musik. Gottseidank haben sich einige Bands aus der alten Zeit gehalten.
Ich selber hab damals in den 70igern in der Kajüte Rhauderfehn und im Alten Fehnhaus in Ostgroßefehn aufgelegt. Eine Kjütenrevival Party hab ich auch schon gemacht. Seit Jahren werd ich auf eine Wiederholung angesprochen. Demnach ist das Interesse an dieser Musik noch sehr groß.
Mal schaun, vielleicht mach ich dies Jahr was…..
Mit freundlichen Grüßen
Weert (Stan) Loerts