Legendäres DJ-Deck als Lego-Bausatz

Der aktuell in Berlin lebende australische Künstler, DJ und Lego-Bastler Arran Hearn hat zwei seiner Leidenschaften miteinander verknüpft und ein Turntables-Disco-Set ↑ als Lego-Bausatz auf den Markt gebracht, das zwei LL-1200mkll-Turntables, einen DJ-Mixer mit Kopfhörer und ein Tabletop umfasst. Bausätze für einen Synthesizer und eine Drum-Machine werden in Kürze folgen.

Der für Lego-Verhältnisse besonders günstige Preis von 90 Euro für das Turntable und die strikte Limitierung von Lego-Sets auf nur 100 Exemplare hat natürlich/leider dafür gesorgt, dass das Set in Windeseile ausverkauft war, aber es soll noch im November Nachschub geben …

Der DJ oder die DJane von heute haben einen weiten Weg hinter sich. Sie legen oft nicht mehr “nur” Platten auf und versorgen die Leute mit unentwegt tanzbaren Grooves, sondern beeinflussen durch Technik und Können auch die Sounds, die sie auflegen. DJs/DJanes veröffentlichen oftmals selbst Platten, ihre Auftritte gelten dann als “Konzerte”, für die sie einen verringerten Umsatzsteuersatz zu zahlen haben, wie im kundigen Wikipedia-Artikal über den DJ ↑ nachzulesen ist.

Vom besonderen Stellenwert des DJs bzw. der DJane zumindest in der Techno- und HipHop-Szene handelt auch das neue Buch von Jürgen Teipel Mehr als laut: DJs erzählen ↑, in der der Autor die Protagonisten selbst zu Wort kommen lässt.

Die DJs, die auf der DJ-Night in Jever und auf diversen Revival-Partys der einstigen progressiven Rock-Diskos aufleg(t)en, sind quasi die Gründungsväter der heutigen DJ-Kultur. Sie glänzen nicht durch den Einsatz von Technik, sondern durch musikalisches Wissen und Empathie. Was besser ist, möge jede(r) für sich selbst entscheiden.

Übrigens: Die Lego-Verantwortlichen scheinen durchaus eine Affinität für Pop-Musik zu haben, wie z.B. die Rolling-Stone-Fotogalerie Stein auf Stein: Albumcover in Lego ↑ beweist, deren gelegentliches Durchblättern stets viel Vergnügen bereitet.

Wilfried

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