Deutsche Underground-Perlen der 70er X

Die von 1973 bis 2009 aktive Band des leider 2011 verstorbenen Kölner Gitarristen Alex Wiska – Alex Oriental Experience – kannten/kennen viele nicht von den von ihm produzierten LPs, sondern von zahlreichen Live-Auftritten quer durch das Land. Die Musik war bestimmt von einer elektrifizierten und modifizierten SAZ, einem türkischen Saiteninstrument, die dem soliden Rockfundament von Blues-, Boogie- und Funk-Schnipseln einen mehr oder weniger stark ausgeprägten orientalischen Touch gab. Nicht alle haben diese Musik verstanden (Rockfans können ja manchmal unglaublich konservativ sein), aber wer an einem dieser legendären Live-Autritte mit absolutem Party-Feeling teilgenommen hat, wird diese Abende vermutlich niemals vergessen.

Alex Wiska hat in den 1970er Jahren im Vorprogramm zahlreicher bekannter internationaler Bands gespielt – Frank Zappa (mit seiner “Roxy and Elswhere Band”), Bad Company, Sparks, Maggie Bell and Stone the Crows, Steppenwolf – und ist dennoch immer irgendwie “Underground” geblieben. Im Falle der Alex Oriental Experience ist das aber definitiv ein Gütesiegel.

Von den Veröffentlichungen der Band sind auch aktuell noch eine ganze Reihe lieferbar. Wer fantasievolle, klischeefreie, energiegeladene Rockmusik schätzt und sucht, wird im einschlägigen Fachhandel schnell fündig. Auch Youtube bietet diverse Appetizer – wir hören als Beispiele “Turquoises (Oriental Version)” sowie “Tales Of Purple Sally” und schließlich Aufnahmen von einem Live-Konzert von 1980 in Lippstadt.

Wilfried


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