EMIL, emil, Emil

Zu laut, zu dunkel, to düür. Underground in Weser-Ems und andere Missverständnisse – so lautet der Titel der legendären DVD aus dem Umfeld der Diskotheken-Ausstellung im Schlossmuseum Jever – eine filmische Dokumentation über eine gewöhnliche Zeit an einem ungewöhnlichen Ort von Marten Seedorf, Lars Kaempf und Florian Krämer.

Marten Seedorf hat sich darüber hinaus intensiv mit der Person von Emil Penning beschäftigt – Musiker, Kneipenwirt, Konzertagent, Guru, Enfant terible und Betreiber und DJ der Diskothek Tiffany in Oldenburg – und einen weiteren Film mit und rund um Emil gedreht. Der Film “EMIL, emil, Emil” lief in diversen Programmkinos und ist derzeit in voller Länge auf Youtube zu sehen. Wer sich mit der Diskothekengeschichte in Weser-Ems und insbesondere mit Emil Penning beschäftigen will, kommt an diesem Film nicht vorbei.

“Emil Penning, damals wie heute eine Person im öffentlichen Leben, hatte gerade in den 70er Jahren einen leider oft unterschätzen Einfluss auf die alternative Lebens-, Musik- und Jugendkultur seines Umfeldes. In diesem Sinne steht seine persönliche Geschichte für den gesellschaftlichen Wandel seiner Zeit. Als exzentrischer und kreativer Charakter genießt er in Kreisen in die Jahre gekommener Freaks Kultstatus. Manchen gilt Penning als Legende, anderen gar als Guru – doch wird man immer mit der Frage konfrontiert:

Wer ist eigentlich Emil Penning?

Emil lebt heute in einer psychiatrischen Wohneinrichtung irgendwo in der friesischen Provinz. Mitte der 40er Jahre nahe Oldenburg geboren, spielen sich hier seine Geschichten ab. Zeit seines Lebens Entertainer und Freak aus Leidenschaft, zieht es ihn noch immer fast zwangweise in jedes Rampenlicht. Gerade jetzt, nach mehr als 20 Jahren abgeflachter Aufmerksamkeit. Nach steilem Absturz, Haft und Unterbringung in psychiatrischen Einrichtungen. Aber Emil hat viel erlebt, dementsprechend hat er viel zu erzählen und während die Vergangenheit so wieder näher und näher kommt, geht Emil auf sie zu.”

Wilfried

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